Mittwoch, 27. Januar 2016

Tomatenferse für Jutta :)

Vor einigen Wochen Tagen schleppte mir meine Freundin ein Buch an 'Die Tomatensocke' von Manuela Burkhardt. "Guckmal! Ganz ohne Wickelmaschen, vielleicht ist das was für mich?", sprach sie und mir war klar, jetzt muss ich das machen und ihr dann erklären. Gestern hab ich mich dann endlich dran gesetzt.

Sodele, der Schaft ist fertig, die Maschen sind verteilt auf: 2 Nadeln des Spiels und eine Rundstricknadel.



Was mir als erstes auffiel: die Ferse wird über 2/3 der Maschen gestrickt, hier 32 Maschen, statt wie sonst 'bei meiner Ferse' über 2/4, wären hier 24 Maschen.

Gestrickt wird vorerst nur mit den 2 Nadeln des Spiels wie sonst auch. Verkürzt werden die Reihen wie gesagt  ohne Wickelmaschen, man strickt halt einfach nicht alle Maschen ab. Dadurch entstehen Lücken und sog. Maschenpaare (Foto leider misslungen).

Auch hier strickt man, nachdem die mittlere Maschenanzahl der Ferse erreicht ist, komplett über alle Maschen. Dabei werden dann auch die Lücken geschlossen.

Und zwar, in dem man in das Maschenglied der Vorreihe der 1. Paar-Masche einsticht, dies Maschenglied hochzieht, auf die linke Nadel hebt (sieht fast aus wie bei den Wickelmaschen) und im Anschluss beide Schlingen zusammen abstrickt. Dann folgt eine rechte Masche (die 2. des Paares) und so fort, bis man einmal komplett rum ist.

Das ganze mindestens drei Mal wiederholen.

Gesagt getan...



hier hab ich 2 Segmente fertig und zum Vergleich mal eine Socke 'mit meiner Ferse' daneben gelegt.

Die Tomatenferse wird deutlich größer was nicht verwundert, sind ja auch mehr Maschen.

Für mich der Moment aufzuhören. Die Technik hab ich geschnallt und kann sie an Jutta weiter geben. Mir erschließt sich allerdings nicht, warum die Ferse größer werden muss, der Spann dafür aber schmaler.

Die Idee die Maschen des Oberfußes auf einer Rundstricknadel still zulegen um Löcher an den Übergängen zu vermeiden ist nicht neu, mich hat das Gebammsel allerdings genervt. Löcher am Übergang zum Spann habe ich ganz selten und wenn, dann ziehe ich den Querfaden hoch und stricke ihn verschränkt mit der 1. Masche der neuen Nadel ab. Passiert mir aber eher selten und meistens wenn ich die Socke in der Handtasche mit mir rumschleppe oder sie als UFO lange in der Kiste versauert.


Auch keine Überrraschung ist, dass sie mehr Wolle schluckt, auf diesem Bild ist die Hälfte meiner herkömmlichen Ferse fertig und noch einiges an Ribbelgarn übrig.

Fazit für mich: Auch hier wurde das Rad nicht neu erfunden ;) Ich bleibe bei der Ferse die meine Oma mir vor gut 30 Jahren beigebracht hat, denn Wickelmaschen sind kein Ding der Unmöglichkeit. Wie immer muss jeder für sich selbst entscheiden welche Technik ihm mehr liegt, für mich ist diese nichts, abwarten wie Jutta es finden wird.

Die Muster im Buch sind aber so schön, dass ich mir ein eigenes Exemplar gekauft habe ;)





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